Umweltverträglichkeit
Seit Millionen von Jahren sitzen wir Menschen im Glashaus und das darf an dieser Stelle ruhig bildlich verstanden werden, denn die Gase (Treibhausgase) in unser Atmosphäre haben denselben Effekt wie die Scheiben eines Treibhauses, in dem der Innenraum durch die Sonneneinstrahlung erwärmt wird.
Dieser Effekt reguliert die Temperatur der Erde auf einen durchschnittlichen Mittelwert von +15C. Ohne die Treibhausgase, wie z.B. Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid (CO²), Methan, Ozon und viele mehr, läge dieser Mittelwert bei etwa -18C. Die Treibhausgase sind also das Thermostat der Erde und regulieren die Sonneneinstrahlung auf eine Temperatur, die Leben ermöglicht. Nimmt die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre zu, verstärkt sich auch der Treibhauseffekt und damit die mittlere Temperatur der Erde.
Fast 60% des zusätzlich vom Menschen verursachten Treibhauseffekts sind auf das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO²) zurückzuführen. Das bedeutet, dass die durch Menschen zu verantwortende Erderwärmung überwiegend auf die Emission von CO² zurückzuführen ist.
CO² entsteht vornehmlich bei der Energieerzeugung durch die Verbrennung kohlenstoffhaltiger Energieträger, wie z.B. bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe oder von Biomasse.
Regenerative Energieträger wie z.B. Biogas oder Holzpellets werden jedoch als CO²- bzw. klimaneutral bezeichnet. Der Grund hierfür ist, dass sie zuvor die gleiche Menge CO² gebunden haben, die sie bei der Verbrennung emittieren.
Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass für den Treibhauseffekt die in der Atmosphäre vorhandene Menge an CO² entscheidend ist und diese ist umso größer, je mehr CO² emittiert und desto weniger gebunden wird.
Das bedeutet für die Wahl des Energieträgers Ihrer Heizungsanlage aus ökologischer Sicht vereinfacht Folgendes:
- Die umweltschonendste Variante zum Heizen ist eine Anlage, die vollkommen emissionsfrei läuft, wie z.B. Erdwärme- oder Solaranlagen.
- Sofern Sie sich für eine Anlage entscheiden, die CO² emittiert, sollte diese möglichst CO² arm sein. In diesem Fall kämen z.B. Holzpellet- oder Erdgasheizungen in Frage.
- Grundsätzlich sollte der Wirkungsgrad der Heizungsanlage möglichst hoch sein, damit so wenig Energie wie möglich genutzt werden muss. Zur Energieeinsparung können zudem weitere Maßnahmen, wie z.B. eine bessere Dämmung, getroffen werden.
Ermitteln Sie doch einfach mal den jährlichen CO² Ausstoß Ihrer Heizungsanlage.







