Erneuerbare Energien
Die Nutzung unerschöpflicher Energiequellen wie z.B. der Erdwärme oder der Sonnenenergie, aber auch der nachwachsenden Energieträger aus Biomasse ist nicht nur langfristig deutlich günstiger im Vergleich zu fossilen Energieträgern, sondern auch sehr umweltschonend.
Dazu müssen wir uns im Vorfeld gemeinsam zusammensetzen und entscheiden, auf welche Weise wir die „Natur-Energien“ nutzen wollen.
Wärmepumpenheizung (Erdwärme)
Mit Hilfe einer Wärmepumpenheizung wird der Umgebung (Luft, Grundwasser oder dem Erdreich) Wärmeenergie entzogen und über eine Wärmepumpe auf ein höheres Niveau angehoben. Dadurch kann die Umgebungsenergie zum Heizen bzw. Kühlen von Gebäuden nutzbar gemacht werden. Physikalisch arbeitet eine Wärmepumpenheizung vereinfacht gesagt wie ein Kühlschrank. Der Kühlschrank entzieht dem Innenraum die Wärme und leitet sie nach außen ab. Eine Wärmepumpe entzieht die Umgebungswärme und leitet sie dem Innenraum zu.
Eine Wärmepumpenheizung lässt sich mit verschiedenen Wärmequellen betreiben, wobei zur Heizung von Gebäuden derzeit drei Anlagentypen von besonderer Bedeutung sind.
- Die erste Variante ist die sogenannte Erdwärmesonden-Anlage. Für die Erdwärme gilt die Faustregel, dass bereits ab einer Erdtiefe von ca. 10m die Temperatur ganzjährig konstant ist und sich so ideal nutzen lässt. Bei diesem Verfahren wird Solewasser mindestens 50m tief in die Erde gepumpt. Dabei wird das Solewasser erwärmt und über einen Wärmetauscher geleitet, der mittels Kompression ein Kühlmittel auf Temperaturen von ca. 55 - 80 Grad erhitzt. Über einen weiteren Wärmetauscher wird die entstandene Wärme in das Heizungssystem und den Wasserkreislauf des Gebäudes abgegeben.
Die Leistung beträgt ca. 50 Watt pro Meter. - Ein weiteres Verfahren ist der Einsatz von Erdwärmekollektoren. Dabei wird Solewasser durch horizontal verlegte Kollektoren, die in etwa 80 bis 180 cm Tiefe verlegt sind, gepumpt. Dabei wird das Solewasser erwärmt und zum Heizen nutzbar gemacht. Das System hat jedoch einen geringen Wirkungsgrad, ist allerdings meist einfacher umzusetzen, da keine tiefen Bohrungen notwendig sind. Der Platzbedarf ist jedoch deutlich größer.
Die Leistung beträgt ca. 20 Watt pro m². - Das dritte Verfahren zur Heizung von Gebäuden ist die Luftwärmepumpe. Sie entzieht der Umgebungsluft Wärme und kann diese entweder zur Erwärmung von Heizung und Warmwasser nutzen oder die erwärmte Luft direkt über ein Lüftungssystem an das Gebäude weitergeben.
Der Vorteil bei der Nutzung von Umgebungswärme ist, dass dieses Verfahren im Prinzip überall und ganzjährig anwendbar ist. Zudem handelt es sich bei Umgebungswärme um einen vollkommen kostenlosen, sicheren und emissionsfreien Energieträger, den Sie im Sommer auch zum Kühlen Ihrer Gebäude nutzen können.
Solarenergie
Stellen Sie sich vor, Sie liegen in der Sonne, während die Solaranlage auf dem Dach Ihres Heims kostenlos, die Heizungsanlage unterstützt und ganz nebenbei
das Warmwasser bereitstellt. Die Solarthermie wird in Mitteleuropa zumeist zu Heizungsunterstützung und zur Warmwasserbereitung verwendet.
Mit Hilfe der Solarthermie können ca. 70% der Brauchwassermengen eines Haushaltes erwärmt werden. Dabei kann im Sommer meist vollständig auf den Einsatz konventioneller Heizungsanlagen zur Warmwasserbereitung verzichtet werden.
Auf diese Weise kann die Solaranlage Ihre konventionelle Heizungsanlage unterstützen und entlasten. Das bedeutet für Sie: sinkende Energiekosten bei gleich bleibendem Komfort.
Der Bau von Solaranlagen wird außerdem staatlich gefördert.
Biomasse
Ebenfalls staatlich gefördert werden Energieträger aus Biomasse. Diese bestehen entweder aus nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Holzpellets) oder abgestorbenen Organismen (Pflanzen, Dung, etc.) und werden entweder direkt verfeuert oder weiter in Biogas umgewandelt. Für Privatleute ist zumeist nur die sogenannte Holzpelletheizung von Interesse, da Biogasanlagen aufgrund ihrer Größe vorwiegend in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen und Holzschnitzelanlagen (zur Verfeuerung von Holzabfällen) meist nur für Waldbesitzer wirtschaftlich sinnvoll sind.
In Holzpelletanlagen werden industriell gefertigte Pellets (engl. Pressling oder Kügelchen) aus Holzabfällen verbrannt und zum Heizen genutzt. Der Vorteil dieser Anlagen liegt in Ihrer CO² Neutralität und in den günstigen Rohstoffkosten.
Demgegenüber stehen nachteilig jedoch die höheren Investitionskosten, die erforderliche Lagerhaltung der Pellets und anschließende Entsorgung der Asche gegenüber.
Die Kosten der vorgestellten Energiequellen weichen stark voneinander ab, schauen Sie doch einfach mal nach, was Sie jährlich einsparen könnten.







